Herr Bathelt, zu welcher Branche gehört das Unternehmen, für das Sie arbeiten, und wofür sind Sie dort zuständig?

Ich bin für die Event-Location „Landgut Halsberg“ als Bankettleiter tätig. Außerdem kümmere ich mich seit Kurzem auch um den Brandschutz. Dabei geht es um die Sicherheit der Gäste. Sie hat oberste Priorität – und die der Mitarbeiter natürlich ebenfalls.

Seit wann sind Sie in diesem Bereich tätig?

Die Renovierungsarbeiten des Landgutes Halsberg sind im Frühjahr abgeschlossen worden. Dabei wurden unter anderem Maßnahmen zur Optimierung des Brandschutzes durchgeführt. In diesem Zusammenhang habe ich mich tiefgehender mit dem Thema befasst und Verantwortung übernommen.

Wie kamen Sie zu diesem Job?

Ich komme aus der Region und mag die Atmosphäre rund um das Landgut und die Art der Besitzer, der Familien von Berlichingen. Ich habe hier schon 2006 als Aushilfe gearbeitet, habe dann anderswo meine Ausbildung zum Hotelfachmann abgeschlossen und bin hierher zurückgekehrt. Zuerst war ich Chef de Rang. Heute bin ich Bankettleiter und Brandschutzbeauftragter.

Welcher Gefahr sind die Gäste und Mitarbeiter bei den Events im Brandfall denn ausgesetzt?

Wenn alle die Regeln beachten, besteht keine Gefahr. Im „Fall der Fälle“ müssen wir aber gewappnet sein. Zunächst einmal habe ich also die Aufgabe, dem Ausbruch eines Feuers vorzubeugen. Das heißt, ich unterweise vor dem Event alle Mitarbeiter in Sachen Brandschutz und spreche mit Vertretern der Gäste über Regeln. Darüber hinaus kontrolliere ich die Feuerwehrzufahrt, Notausgänge und diverse technische Anlagen, damit alles glimpflich ausgeht, wenn es tatsächlich doch zu einem Brand kommen sollte.

Um was für technische Anlagen geht es dabei?

Das Landgut Halsberg verfügt neben Rauchmeldern und einer Notbeleuchtung zum Beispiel über eine hausinterne Brandmeldeanlage. An diese ist die Lüftungsanlage gekoppelt: Im Brandfall schließen sich deren Klappen, damit das Feuer nicht zusätzlich angefacht wird, im Dachfenster öffnen sich Rauchabzüge, damit Rauch und heiße Brandgase entweichen können.

Und was sind Inhalte einer Unterweisung vor einem Event?

Ein typisches Beispiel hierzu sind Grills, Fackeln oder Feuerkörbe. Sie sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Damit das so bleibt, weise ich Ansprechpartner bei den Gästegruppen darauf hin, dass fünf Meter Abstand zu den Gebäuden einzuhalten sind und nichts von dem Genannten unter dem Dachüberstand platziert werden darf. Da die Gäste unbeschwert feiern sollen, passen natürlich auch die Mitarbeiter auf. Außerdem haben sie auf weitere vermeintliche Kleinigkeiten zu achten, die im Brandfall entscheidend sein können: Sind die Notausgänge, die Fluchttüren frei? Die Zuwegung für die Feuerwehr? Sind Schaum- und Pulverfeuerlöscher dort, wo sie hingehören? Und wichtig bei einer Evakuierung: Wird der Bestuhlungsplan eingehalten?

Was ist Ihnen bei Ihrer Aufgabe besonders wichtig?

Dass sich die bis zu 200 Gäste stets wohlfühlen und nicht eine Sekunde irgendwelche Bedenken bezüglich der Sicherheit haben. Außerdem ist mir wichtig, dass die Kollegen gut geschützt sind. Je nach Event sind bis zu 20 Mitarbeiter und Aushilfen vor Ort beschäftigt. Damit alle Anwesenden eine angenehme und gefahrlose Zeit verleben können, haben die Freiherren von Berlichingen ihr Landgut auch mit Blick auf den Brandschutz renoviert: verstärkte Dachtragwerke, Brandschutzfarbe, breitere Fluchtwege, Brandschutzfenster, feuerbeständige Zu- und Abluftkanäle, Lüftungen und Türen – um ein paar Dinge zu nennen. Ich bin mir zwar sicher, dass im Notfall alle Maßnahmen greifen, dennoch wollen wir natürlich einen Brand vermeiden. Das sehe ich als meine Hauptaufgabe an.

Zum Schluss eine persönliche Frage: Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?

Ich fahre gern mit Inlineskates durch unsere schöne Gegend. Das ist ein guter Ausgleich. Ich kann dabei gut abschalten und halte mich auf diese Weise auch fit.

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