Herr Schüch, was macht Ihr Unternehmen, welche Tätigkeit üben Sie aus?

Die Naspa Direkt-Service ist eine Tochtergesellschaft der Nassauischen Sparkasse mit rund 120 Mitarbeitern. Wir sind für den telefonischen Kundenkontakt zuständig in den Bereichen Inbound, Outbound und PC-Support. Ich bin zuständig für das Bildungs- und Qualitätsmanagement. Die Tätigkeit ist ausgesprochen vielseitig. Zusammen mit dem Zielgruppenmarketing der Nassauischen Sparkasse erstellen wir Marktkampagnen und führen Kundenzufriedenheitsbefragungen durch. Schwerpunktmäßig bin ich verantwortlich für die Qualitätssicherung, Planung und Leitung von kommunikativen  Seminaren und Coachings.

Seit wann sind Sie Sicherheitsbeauftragter und wie kam es dazu?

Ich wurde vom Team vorgeschlagen und 2017 zum Sicherheits-beauftragten und Ergo-Coach der Naspa Direkt-Service durch die Geschäftsführung bestellt. Brandschutzbeauftragter bin ich übrigens schon seit über zehn Jahren.

Welchen besonderen Gefährdungen sind Sie und Ihre Kollegen am Arbeitsplatz ausgesetzt?

Na gut, in einem Büro gibt es erfahrungsgemäß weniger gefährliche Situationen als im Handwerk oder der Produktion. Eine Kreissäge birgt einfach ein höheres Sicherheitsrisiko als eine Computermaus. Dennoch liegt es in meiner Verantwortung, aufmerksam zu sein. Zum Beispiel können jetzt in der warmen Jahreszeit Stolperfallen durch Stromkabel von Standventilatoren entstehen. Außerdem achte ich immer darauf, dass die Fluchtwege frei sind. Bei Gefahr in Verzug schreite ich dann sofort ein.

Claus Schüch ist Sicherheitsbeauftragter bei der NASPA Direkt-Service GmbH Foto: Andreas Arnold/Universum Verlag
Claus Schüch ist Sicherheitsbeauftragter bei der NASPA Direkt-Service GmbH
Foto: Andreas Arnold/Universum Verlag

Was ist Ihnen an der Aufgabe wichtig?

Wichtig ist mir vor allem, alle Kollegen zu sensibilisieren, wie man Gefahren erkennen und vermeiden kann; auch im privaten Umfeld. Zum Beispiel hatte ich zu der Zeit, als Rauchmelder in Wohnräumen noch nicht Pflicht waren, jeden einzelnen Mitarbeiter auf die Gefahr angesprochen und versucht zu überzeugen, Rauchmelder auch zu Hause zu installieren. Oft mit Erfolg. Man unterschätzt einfach, wie rasend schnell sich ein Zimmerbrand ausbreiten kann und wie schnell man die Orientierung sogar in bekannter Umgebung verliert, wenn große Rauchentwicklung entsteht.

Was wünschen Sie sich diesbezüglich von Ihren Kollegen und Vorgesetzten?

Ich wünsche mir, dass jeder Kollege auch selbst auf potenzielle Gefahren achtet und mit Fragen oder Anregungen aktiv auf mich zukommt. Dies führt zwangsläufig dazu, dass Unfall- und Gesundheitsgefahren in unserem Unternehmen eine noch höhere Aufmerksamkeit erhalten.

Wollen Sie zukünftig Sicherheitsbeauftragter  bleiben?

Natürlich, sehr gerne. Das Ehrenamt zur Verhütung von Arbeitsunfällen und zum Schutz der Gesundheit aller Beschäftigten nehme ich sehr ernst.

Erinnern Sie sich an problematische Situationen, an deren Lösung Sie als Sicherheitsbeauftragter beteiligt waren?

Problematisch? Nein, nicht als Sicherheitsbeauftragter im Büro, lediglich als Brandschutzbeauftragter. An der Bushaltestelle vor unserem Bürogebäude hatte der Mülleimer gebrannt und ich durfte heldenhaft mit dem geeigneten Feuerlöscher den Brandherd bekämpfen.

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Zum Glück habe ich viele Interessen. Sport gehörte schon immer zu meinem Leben dazu, ohne fühle ich mich nicht wohl. Ich versuche mich seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich im Wellenreiten … das Meer, die Sonne und die damit verbundene Freiheit haben es mir einfach angetan. Mit 15 stand ich zum ersten Mal als Bassist einer kleinen Vorstadt-Punkband auf der Bühne und kann es bis heute nicht lassen.

Schreiben Sie einen Kommentar