„Jedes Jahr der gleiche Schlamassel! Der erste Schnee fällt und schon geht der Wahnsinn los. Bis wann muss der Gehweg geräumt sein? Wo bleibt der beauftragte Räumdienst? Hatten wir nicht Streumaterial vom letzten Jahr übrig? Wo steht nochmal der Schneeschieber?“. Dorothea Gharibian war jahrelang in ihrem mittelständischen Unternehmen für die Organisation des Winterdienstes zuständig und ist  froh, diesen undankbaren Job mittlerweile wieder los zu sein.

Der Winterdienst braucht klare Verantwortlichkeiten

Oft sind es die Hausmeister und Sicherheitsbeauftragten, die mit solch ungeliebten Zusatzaufgaben beauftragt werden. Und sie tun gut daran, sich rechtzeitig Gedanken über die Organisation des Winterdienstes zu machen. Wer macht was, wann, wo und womit? Als Verantwortliche haben sie dann die Pflicht, sich am Abend über das Wetter des folgenden Tages zu informieren, entsprechende Helfer einzuteilen oder selbst zu schaufeln – sofern man nicht einen externen Dienstleister mit dem Schneeräumen beauftragt hat. Es macht natürlich Sinn, dass alle potentiellen Schneeräumer in der Nähe des Betriebes wohnen, da sie sehr früh vor Ort sein müssen. Auch gut, wenn die Helfer einen Plan haben, auf dem alle zu räumenden Flächen verzeichnet sind. Werkzeuge wie Schneeschieber, Eiskratzer und Schneebesen müssen für alle leicht zugänglich sein. Werden technische Hilfsmittel wie Schneefräsen oder Schiebeschilde für den Gabelstapler benutzt, darf die vorherige Unterweisung auf keinen Fall vergessen werden. Außerdem unterliegen diese Hilfsmittel der Maschinenrichtlinie und müssen eine CE-Kennzeichnung besitzen.

Im Herbst den Winterdienst vorbereiten!

Schon im Herbst sollte bei allen  Gerätschaften geprüft werden, ob sie einwandfrei funktionieren und ob genügend Kraftstoff bereit steht. Sind alle Flächen geräumt, müssen sie natürlich auch gestreut werden. Es ist ratsam, das Streugut rechtzeitig und in der richtigen Menge einzukaufen. In strengen Wintern kann es nämlich schwierig werden, Nachschub zu bekommen. In vielen Gemeinden ist das Streuen von Salz verboten. Hier hilft ein Blick in die Gemeindesatzung. Dort steht auch, bis wann öffentliche Flächen wie zum Beispiel Bürgersteige geräumt sein müssen. Auch in Innenräumen muss Winterdienst organisiert werden. Mit einer funktionstüchtigen Werkstattheizung lassen sich die richtigen Temperaturen erreichen. Außerdem sollten hinter alle Außentüren Fußmatten gelegt werden, um die Rutschgefahr zu verringern.

Unsere Checkliste hilft Ihnen, den Winterdienst richtig zu organisieren.

Tipp: Denken Sie beim Kauf von Besen, Schneeschiebern etc. an die Möglichkeit, örtliche Behindertenwerkstätten zu unterstützen.

Erschienen in Prävention aktuell 1/2017

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