Liebe Leserinnen und Leser,

Höhenarbeitsplätze sind gefährlich. Das bestätigen jedes Jahr aufs Neue die Zahlen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Abstürze sind regelmäßig die häufigste Ursache von tödlichen Arbeitsunfällen. Auffällig dabei: Die große Mehrheit der Unfallopfer, nämlich rund drei Viertel, sind keine unerfahrenen Neulinge, sondern erfahrene Routiniers mit mehrjähriger Berufserfahrung. „Routine ist der größte Feind der Sicherheit“, weiß auch Christoph Beck aus seiner Berufspraxis. Er arbeitet als Fachkraft für Arbeitssicherheit bei TenneT, einem der großen Betreiber von Höchstspannungsnetzen in Deutschland. Sein Job ist es, für die Sicherheit der Monteure auf den Strommasten zu sorgen. Prävention hat hier einen ganz besonderen Stellenwert. Wenn auf den Masten etwas schiefläuft, geht es schnell um Leben und Tod. Dabei muss den Monteuren ein Balanceakt gelingen. Auf der einen Seite benötigen sie viel Erfahrung – Routine –, um ihre Arbeit sicher und zuverlässig auszuführen. Auf der anderen Seite darf dieses Können nie in gefährlichen Automatismus kippen. Für die Titelgeschichte dieser Ausgabe haben wir Beck bei der Arbeit begleitet. Vor Ort durften wir beobachten, wie der Sicherheitsingenieur gemeinsam mit den Monteuren die Risiken auf den Masten mindert.

Arbeitsschutz nach US-amerikanischem Vorbild wird bei Angus Chemie gelebt. In dem westfälischen Unternehmen ist sozusagen jeder einzelne Mitarbeiter Sicherheitsbeauftragter. Der Ansatz nennt sich „Behavior Based Performance“, was so viel bedeutet wie „verhaltensorientierte Arbeitsleistung“. Nach einem standardisierten und transparenten Verfahren beobachtet jeder Kollege die anderen Kollegen bei der Arbeit.

Weitere Themen dieser Ausgabe sind unter anderem die unterschätzte Gefahr Staub, der Schutz vor UV-Strahlung und die DIN EN ISO 45001.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Die aktuelle Ausgabe von PRÄVENTION AKTUELL ist ab dem 1. Juni 2018 erhältlich.
Die aktuelle Ausgabe von PRÄVENTION AKTUELL ist ab dem 1. Juni 2018 erhältlich.

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