Nacht- und Schichtarbeit sind belastend für den Körper. Seine Funktionen unterliegen einem tagesperiodischen Wechsel. Am Tag, vor allem vormittags, ist der Mensch am leistungsstärksten, nachts ist die Leistungsfähigkeit am niedrigsten. Wer in Schichten oder nachts arbeitet, lebt gegen die „innere Uhr“. Das führt oft zu gesundheitlichen Störungen, Erkrankungen sowie Fehlleistungen und kann zu Arbeitsunfällen führen.

Die wirkungsvollste Schutzmaßnahme ist die Schichtplanung. Es gibt zwar nicht das allgemeine, ideale Schichtsystem, aber es gibt einige Gestaltungsempfehlungen auf Basis arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse. Zentral dafür ist, dass überhaupt genügend Personal vorhanden sind, um eine vernünftige Schichtplanrotation zu ermöglichen.

Gesunde Schichtplanung

Ein Schichtplan, der die Gesundheit der Beschäftigten möglichst wenig beeinträchtigt, sollte folgende Punkte beachten:

  • Es sollten nie mehr als drei Nachtschichten am Stück gearbeitet werden. Besser sind höchstens zwei Schichten hintereinander.
  • Zwischen zwei Schichten sollte eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden liegen. Die Wochenruhezeit sollte bei mindestens 35 Stunden liegen.
  • Schichtarbeiter sollten beim Wechsel der Schichten immer „nach vorne“ Das heißt im Früh-Spät-Nacht-System. Auch sollten nicht zu viele Spät- oder Nachtschichten hintereinander folgen. Beschäftigte, die in einem Schichtsystem nach vorne rotieren, berichten insgesamt über weniger Beschwerden.
  • Vor allem bei der Schichtarbeit sollte eine tägliche Arbeitszeit von acht Stunden und eine wöchentliche von 48 Stunden nicht überschritten werden. Für die Beschäftigten bedeutet das sonst höhere Belastungen, die zu physischen und psychischen Gesundheitsrisiken, aber auch einem erhöhten Unfallrisiko führen können.

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