Liebe Leserinnen und Leser,

wussten Sie, dass es im Produktionsgartenbau ähnlich zugeht wie in der Modebranche? Bereits ein Jahr im Voraus schwärmen die Einkäufer der Gärtnereien oder Discounter auf nationalen und internationalen Pflanzenschauen aus und lassen sich von neuen Kreationen inspirieren und zu Bestellungen hinreißen. Die schmücken dann im Folgejahr die Gärten, Beete und Balkone vieler Pflanzenliebhaber. Immerhin gibt jeder Deutsche durchschnittlich 107 Euro im Jahr für Blumen und Zierpflanzen aus. Tendenz steigend.

Und was macht eine Pflanze zu einem Bestseller? Sie muss farbintensiv, formschön und darüber hinaus noch pflegeleicht sein. Diese Eigenschaften sind keine Zufallstreffer, sondern das Ergebnis jahrelanger Forschung von Jungpflanzenunternehmen, die in ihren Laboren und Gewächshäusern auf der ganzen Welt Millionen von Schnittblumen, Blumenzwiebeln, Topf, Beetpflanzen und Stauden züchten und vermehren. Eines dieser Unternehmen haben wir besucht. Unser Interesse galt dabei nicht in erster Linie den Pflanzen, sondern vor allem der Frage: Welche gesundheitlichen Belastungen gibt es im Produktionsgartenbau und wie sehen entsprechende Arbeitsschutzstrategien aus?

Branchenwechsel: Wir besuchen einen Containerhafen. Die gibt es nicht nur an der Küste, sondern auch tief im Binnenland. Ludwigshafen, die Nachbarstadt von Mannheim, hat den fünftgrößten deutschen Binnenhafen, er schließt unter anderem die BASF AG an den Transport auf dem Wasser an. Die Containerlogistik ist ein hartes und ständig unter Zeitdruck stehendes Geschäft mit entsprechenden Gefährdungen.

Trauma: Es kann jeden jederzeit treffen. Ein eigener schwerer Arbeitsunfall, mit ansehen müssen, wie ein Kollege einen solchen erleidet, oder als Lokführer eine Person überfahren, das alles kann eine schwere psychische Belastung darstellen. Wie solche Traumata erkannt und bewältigt werden können, erfahren Sie ab Seite 32.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre Gabriele Albert, Redaktion PRÄVENTION AKTUELL

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