Herr Peters, was produziert Ihr Unternehmen und welche Tätigkeit üben Sie aus?

Das Familienunternehmen Elten stellt Sicherheitsschuhe her und gehört zu den führenden Herstellern in Deutschland. Ich arbeite in der sogenannten Musterproduktion. Hier erstellen wir spezielle Schuhe für Messen oder Fotoshootings oder auch besondere Kundenmuster. Mein Job ist es, diese Musterschuhe zu „finishen“, das heißt ihnen optisch den letzten Schliff zu geben.

Seit wann sind Sie Sicherheitsbeauftragter?

Seit Oktober 2014. Wir haben damals die Produktion erweitert und brauchten einen zusätzlichen Sicherheitsbeauftragten. Der Chef hat mir in einem persönlichen Gespräch angeboten, das zu machen. Ich habe es als wertvolle Ergänzung zu meiner Arbeit empfunden, man kann Verantwortung übernehmen und die Arbeit hier noch ein Stück sicherer machen.

Wie ist Ihr Chef auf Sie gekommen?

Wenn man so will, bin ich ein Dauerläufer bei uns im Unternehmen. Als Mitarbeiter in der Musterproduktion bin ich den ganzen Tag über in allen Bereichen unterwegs – von der Produktion, über die Musterfertigung bis hin ins Produktmanagement. Dazu bin ich jetzt fast 30 Jahre bei Elten. Das bedeutet, ich kenne jede Ecke und jeden Mitarbeiter, das verschafft mir bei den Kollegen Gehör.

Welchen besonderen Gefährdungen sind Sie und Ihre Kollegen am Arbeitsplatz ausgesetzt?

Das ist sehr unterschiedlich. Stolpern und Stürzen ist immer ein Problem oder man bekommt Rückenprobleme durch häufiges und falsches Heben und Tragen. Wir haben es aber durch ständige Modernisierung der Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen geschafft, die Gefährdungen im Laufe der Zeit massiv einzuschränken.

Können Sie uns ein Beispiel nennen?

Früher konnte man sich sehr leicht an den Heißluftföhnen verbrennen, da die Luftaustrittsrohre noch lange heiß waren, wenn der Föhn schon abgeschaltet war. Das Auskühlen der Rohre dauerte sehr lange und so kam es oft zu Verbrennungen. Die Föhne wurden daher vor zwei Jahren gegen neue Modelle ausgetauscht, die einen besseren Schutz vor Verbrennungen bieten und sich nach dem Abschalten innerhalb von vier Minuten selber herunterkühlen. Seit dem Austausch sind Verbrennungen an den Heißluftföhnen nicht mehr vorgekommen.

Was ist Ihnen an der Aufgabe wichtig?

Die Gefährdungen an Arbeitsplätzen zu erkennen und zu beseitigen, bevor es zu spät ist. Wichtig ist, immer mit offenen Augen durch den Betrieb zu gehen.

Was wünschen Sie sich von Ihren Kollegen?

Vorrangig, dass sie mir oder dem Vorgesetzten Probleme oder Auffälligkeiten so schnell wie möglich melden, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und abzuwenden.

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

Ich habe einige Jahre American Football gespielt, aber nach mehreren Verletzungen kann ich das leider nicht mehr. Heute schaue ich nur noch vom Spielfeldrand zu. Auch in dieser harten Sportart heißt es: „safety first“.


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