Einen winzigen Moment nicht aufgepasst, an etwas anderes gedacht, die Konzentration verloren: Das Messer, der Schraubendreher, die Nadel rutscht ab, das Werkzeug schneidet beziehungsweise sticht in Hand oder Arm. Dabei dominieren Unfälle mit Messern die Statistiken der gesetzlichen Unfallversicherung.

Im Jahr 2017 erfassten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen knapp 43.000 Arbeitsunfälle, bei denen ein Messer im Spiel war. In der Nahrungsmittelwirtschaft, in der die Beschäftigten sehr häufig mit Messern arbeiten, sind etwa 30 bis 40 Prozent aller gemeldeten Arbeitsunfälle solche mit Handmessern.

Die Gefährdungsbeurteilung bestimmt die PSA

In der Gefährdungsbeurteilung werden unter anderem die gefährdeten Körperteile ermittelt, danach richtet sich dann die Art der PSA. Dieser Schnitt- und Stichschutz muss vorbeugend immer dann getragen werden, wenn Gefährdungen nicht auszuschließen sind. Der Unternehmer ist nach § 2 der PSA-Benutzungsverordnung verpflichtet, die Produkte, die er dazu einsetzen will, zu bewerten. Dabei werden unter anderem Ergonomie, Griffsicherheit, Nässeschutz und Material geprüft.

Die Auswahl der richtigen PSA ist nicht einfach, es gibt beispielsweise unterschiedliche Schutzklassen für Schnittschutz und für Stichschutz. Einen Weg durch das Dickicht für die Nahrungsmittelwirtschaft bietet die DGUV Information 212-864 „Auswahl von Schnitt- und Stichschutz bei der Verwendung von Handmessern in der Nahrungsmittelwirtschaft”. Für andere Branchen steht die DGUV Regel 112-196 „Benutzung von Stechschutzbekleidung“ zur Verfügung.

Normen für PSA zum Schnitt- und Stichschutz

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Stich und Schnitt

 

Schreiben Sie einen Kommentar