Die besten Tipps für die Arbeit im Freien

Weißer Hautkrebs zählt seit 2015 als Berufskrankheit und seitdem ist das sogenannten Plattenepithelkarzinom eine der am häufigsten angezeigten Berufskrankheiten. Betroffen sind davon vor allem Menschen, die viel im Freien arbeiten müssen, wie beschäftigte auf dem Bau oder in der Landwirtschaft, aber auch andere Berufsgruppen, deren Tätigkeit sich viel im Freien abspielt. Der Grund dafür ist die UV-Strahlung. Diese fördert die vorzeitige Hautalterung und erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Je länger die Haut ungeschützt dem Sonnenlicht und damit der UV-Strahlung ausgesetzt ist, desto größer das Risiko zu erkranken. Es ist deshalb zwingend notwendig und vorgeschrieben, das Beschäftigte, die regelmäßig im Freien arbeiten, sich vor UV-Strahlung schützen.

UV-Schutz nach dem TOP-Prinzip

Die konkreten Schritte ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung für die Tätigkeiten im Freien. Grundsätzlich gilt: Schutzmaßnahmen werden nach dem TOP-Prinzip angewendet. Das heißt zuerst werden technische Schutzmaßnahmen ergriffen. Können diese nicht umgesetzt werden, müssen organisatorische Schutzmaßnahmen eingeleitet werden und als letztes ergänzendes Mittel persönliche Schutzmaßnahmen.

Zu den technischen Schutzmaßnahmen zählen Maßnahmen, die die direkte Sonneneinstrahlung minimieren und vermeiden. Dazu können das Errichten von Sonnenschirmen, Überdachungen oder Sonnenplanen gehören, aber auch Baumaschinen oder Fahrzeuge mit Klimaanlagen auszustatten.

5 Regeln zum Schutz vor UV-Strahlung
5 Regeln zum Schutz vor UV-Strahlung. Grafik: BG BAU

Zu den organisatorischen Schutzmaßnahmen gehören Maßnahmen, die den Aufenthalt in der Sonne, vor allem zwischen 11 und 15 Uhr, zeitlich beschränken oder vermeiden, anstrenge Arbeiten möglichst in den frühen Morgenstunden oder am Spätnachmittag ausführen lassen, Art und Umfang der Pausen an die Tageszeit anzupassen und ausreichend Getränke, Persönliche Schutzausrüstung und UV-Schutzmittel zur Verfügung zu stellen.

Zu den persönlichen Schutzmaßnahmen zählen das Tragen von Kleidung, die möglichst große Teile des Körpers bedeckt, geeignete Hüte oder Kopftücher, die auch möglichst auch Nacken und Ohren bedecken, geeignete Sonnenbrillen sowie UV-Schutzmittel für die nicht von Kleidung bedeckten Körperstellen. Die UV-Schutzmittel sollten einen hohen Lichtschutzfaktor besitzen und schweißfest sein.

Ein Artikel von
Falk Sinß

21. Juli 2020

Kategorie

Wissen