Im Notfall können Sekunden darüber entscheiden, ob den Mitarbeitern die unbeschadete Flucht aus einem brennenden Gebäude gelingt oder nicht. Gleiches gilt, wenn ein gefährlicher Betriebsstoff austritt oder eine andere betriebliche Großstörung Mitarbeiter gefährdet. Der Arbeitgeber muss laut Gesetz dafür sorgen, dass die Beschäftigten bei „unmittelbarer erheblicher Gefahr“ möglichst frühzeitig informiert werden, und er muss Maßnahmen treffen, dass sie sich durch sofortiges Verlassen ihrer Arbeitsplätze in Sicherheit bringen können. Er muss einen Notfallplan erstellen

Notfallplan steigert Arbeitssicherheit

Um diese hohen Anforderungen an die Arbeitssicherheit in seinem Betrieb zu erfüllen, kann der Arbeitgeber einen Notfallplan erstellen. Da es keine formalen Vorgaben gibt, muss jeder Betrieb seinen eigenen Notfallplan erstellen.


PRÄVENTION AKTUELL Podcast Folge 26 – Notfallplan


Ein zweckmäßiger Notfall- oder Alarmplan enthält nicht nur Angaben über die Meldeketten zur Feuerwehr, Polizei etc. sowie zur Alarmierung der eigenen Mitarbeiter. Er enthält auch Angaben zum Einsatz von Personen (zum Beispiel Brand oder Evakuierungshelfer) und Mitteln (zum Beispiel Feuerlöscher, Defibrillator) im Gefahrfall. Unbedingt sollte er einen Flucht- und Rettungsplan enthalten, der allen Beschäftigten die Wege ersichtlich macht, die sie von ihrem derzeitigen Standort zu einem sicheren Bereich nehmen müssen. Im Plan wird zudem eine Sammelstelle außerhalb des Gefahrenbereichs eingezeichnet, an der sich alle treffen. So können noch vermisste Personen identifiziert und gegebenenfalls gerettet werden.

Erste Hilfe gehört in den Notfallplan

Auch die Maßnahmen zur Ersten Hilfe inklusive Rettungskette müssen unbedingt in den Notfallplan. So enthält er alle Sofortmaßnahmen, die bei Unfällen, Bränden und schweren Schadensfällen getroffen werden müssen.

Mustervordrucke für Notfallpläne (manchmal auch Alarmpläne genannt) bieten viele private Anbieter oder beispielsweise die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) im Internet an unter www.bgw-online.de.

Schreiben Sie einen Kommentar