Seit fünfzehn Jahren nehmen die Erkrankungen durch den Einsatz von Epoxidharzen stark zu. Tausende Fälle sind bekannt und jedes Jahr registrieren die gewerblichen Berufsgenossenschaften knapp 250 neue Betroffene. Das Fatale: Nach Auftreten der ersten Symptome können alle, die von einer Allergie betroffen sind, ihren Beruf meist gar nicht mehr ausüben. Die Schädigung der Gesundheit erfolgt in der Regel durch Hautkontakt. Hautrötungen, Jucken und schmerzende Ekzeme sind in vielen Fällen die ersten Symptome einer dauerhaften Hautallergie.

Ausgezeichnete Werkstoffe, aber gesundheitsgefährdend

Allerdings sind Epoxidharze aus technischer Sicht ausgezeichnete Werkstoffe, die zunehmend viele herkömmliche Stoffe wie Zemente, Farben und Klebstoffe ersetzen. „Da die Verarbeitung der Epoxidharze vergleichbar ist mit denen der zuvor verwendeten Produkte, werden häufig auch die gleichen Schutzmaßnahmen angewandt. Hier führt aber Hautkontakt sehr schnell zu schweren Hauterkrankungen“, erklärt Dr. Klaus Kersting, Mitarbeiter beim Gefahrstoff-Informationssystem der BG BAU (GISBAU).

Um der steigenden Zahl von Betroffenen entgegenzuwirken, ermittelte die Berufsgenossenschaft für Bauwirtschaft (BG BAU) gemeinsam mit der ARBOUW (Wissens- und Dienstleistungsinstitut für Arbeitsbedingungen im Bauwesen)  Ursachen, warum Beschäftigte durch ihre Arbeit mit Epoxidharzen erkranken. Das Ergebnis der drei Jahre umfassenden Studie: Häufig war die Arbeitskleidung der Betroffenen ungeeignet. Sie trugen beispielsweise kurzärmlige Hemden und verwendeten keine chemikalienbeständigen Handschuhe. Zudem duschten sie nicht am Arbeitsplatz und wechselten ihre Arbeitskleidung nach Arbeitsschluss erst am Wohnort. Eine Unterweisung hat bei den Erkrankten meist nicht stattgefunden.

„Diese Untersuchung macht den hohen Stellenwert eines professionellen Umgangs mit Epoxidharzen deutlich“, sagt Hansjörg Schmidt-Kraepelin, stv. Hauptgeschäftsführer der BG BAU. Denn meist gibt es keine Ausweichmöglichkeiten auf alternative Baustoffe. Epoxidharze zeichnen sich durch ihre technischen Eigenschaften aus, sodass sie in vielen Bereichen wie Boden- und Wandbeschichtung, Schutz von Fassaden oder zum Beschichten von Industriefußböden eingesetzt werden.

Richtiger Schutz ist elementar

Deshalb ist der richtig Schutz beim Umgang mit Epoxidharzen so elementar. „Wichtig ist, dass die Beschäftigten Epoxidharze nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen verarbeiten“, sagt Kersting. Das seien vor allem Chemikalienschutzhandschuhe. Außerdem muss der Hautkontakt bei Spritzern vermieden werden. „Daher müssen auch bei hohen Temperaturen lange Hosen und Kleidung mit langen Ärmeln getragen werden“, so Kersting. Nach getaner Arbeit muss zudem die Kleidung gewechselt und die Handschuhe entsorgt werden. Wenn möglich sollten die Beschäftigten noch am Arbeitsplatz duschen.

„Diese Untersuchung macht den hohen Stellenwert eines professionellen Umgangs mit Epoxidharzen deutlich“, sagt Hansjörg Schmidt-Kraepelin, stv. Hauptgeschäftsführer der BG BAU. Denn meist gibt es keine Ausweichmöglichkeiten auf alternative Baustoffe. Epoxidharze zeichnen sich durch ihre technischen Eigenschaften aus, sodass sie in vielen Bereichen wie Boden- und Wandbeschichtung, Schutz von Fassaden oder zum Beschichten von Industriefußböden eingesetzt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar