Herr Hachenberg, was produziert Ihr Unternehmen?

„Wir sichern Menschen gegen Absturz“ – unser Slogan fasst aus meiner Sicht gut zusammen, was wir tun: Wir produzieren Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz, kurz PSAgA. Unsere Produkte kommen in vielen Branchen zum Einsatz wie etwa in der Windenergie, in der Industrie, im Handwerk, in der Telekommunikation und im Sport. Die verschiedenen Einsatzbereiche erfordern unterschiedliche Persönliche Schutzausrüstungen.

Und welche Tätigkeiten üben Sie aus?

Als Produktionsleiter bin ich unter anderem für die Optimierung von Produktionsprozessen in den einzelnen Produktionsbereichen und Produktionslinien verantwortlich. Dabei steht unter anderem der Arbeitsschutz im Vordergrund. Dabei arbeite ich als Führungskraft eng mit unserem Arbeitsschutzmanagement-Beauftragten und der Fachkraft für Arbeitssicherheit zusammen.

Welchen besonderen Gefährdungen sind Sie und Ihre Kollegen an den Arbeitsplätzen ausgesetzt?

In unserer Firmengruppe gibt es eine Vielzahl von Tätigkeiten mit unterschiedlichen Gefährdungsmerkmalen. Das reicht von der Verwaltung, also Tätigkeiten an Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen, über die Lagerlogistik bis hin zur Produktion. Die umfasst Näherei, Fertigung und Montage sowie dynamische Tests und Fallversuche unserer Produkte. Bei unserer Kernkompetenz, der Entwicklung und Fertigung von Persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz, wird geschnitten, genäht, gefräst, geschweißt und montiert mit den entsprechenden Gefährdungen.

Welche Maßnahmen haben Sie für mehr Arbeitssicherheit umgesetzt?

Wir haben durch Gefährdungsbeurteilungen verschiedene Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. So müssen beispielsweise die Beschäftigten bei bestimmten Nähvorgängen zwingend Schutzbrillen tragen. Die Montagelinie unseres Höhensicherungsgeräts „Peanut“ haben wir automatisiert und mit Zwei-Handbedienung ausgestattet. Bei der Montage unseres „Milan“ – das ist ein Abseil- und Rettungsgerät – arbeiten wir mit einem Vakuumsaugheber. So minimieren wir das Unfallrisiko und erhöhen den Gesundheitsschutz. Außerdem haben alle unsere Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Arbeitsschutz durch unsere Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Was ist Ihnen bei Ihrer Aufgabe besonders wichtig?

Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und Kunden liegen uns sehr am Herzen. Qualität in allen Belangen steht für uns daher an erster Stelle. Mit unseren vier Sicherheitsbeauftragten sensibilisieren wir unsere Kollegen, mögliche Gefahren und Gefährdungen zu erkennen. Unfallberichte und Beinah-Unfallmeldungen werden monatlich in Zusammenarbeit mit unserer Fachkraft für Arbeitssicherheit analysiert. Wir müssen uns ständig infrage stellen, um besser zu werden.

Seit wann sind Sie im Unternehmen?

Ich arbeite seit 2001 bei SKYLOTEC. In dieser Zeit sind die Anforderungen an unsere Produkte höher geworden, was immer eine starke Prozessanpassung in der Produktion bedeutet hat. Damit sind auch die Anforderungen an Mitarbeiter und an den Arbeitsschutz stark gestiegen.

Hat sich der Stellenwert des Arbeitsschutzes verändert?

Ich habe 1984 meine Ausbildung zum Werkzeugmacher begonnen. Damals und bis zu meinem Eintritt bei der Firma SKYLOTEC waren die Anforderungen an den Arbeitsschutz eher gering. Seitdem ist der Arbeitsschutz immer bedeutender geworden. Ein Unternehmen heutzutage muss nicht nur qualitativ hochwertige Produkte produzieren, sondern auch seine Mitarbeiter wirksam gegen Arbeitsunfälle und vor Gesundheitsgefahren schützen.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit, haben Sie Hobbys?

Ich bin ein sehr sportbegeisterter Mensch. Viel Bewegung und sportliche Herausforderungen haben mich bis heute motiviert und gefordert. Als Fitnesstrainer und begeisterter Mountainbiker suche ich in meiner Freizeit beim Sport meinen Ausgleich. Mit meiner Frau und meinen Kindern, die meine Liebe zum Sport teilen, verbringe ich viel Zeit in der Natur. Und dann gibt es auch noch Haus und Garten.


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