Alle Arbeitgeber – unabhängig von Betriebsgröße, Branche und Risiko potenzial – sind verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen für die Sicherheit und den  Gesundheitsschutz der  Beschäftigten in ihrem Betrieb festzulegen und umzusetzen. Diese betrieblichen Organisationspflichten wurden 1973 mit dem „Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeits­sicherheit“ (Arbeitssicherheitsgesetz – ASiG) erstmals festgelegt. Das ASiG  wurde zu einer Zeit verabschiedet, in der die traditionelle Industriegesellschaft den Rahmen für die Arbeitswelt und die Betriebe bildete.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Arbeitswelt tief greifend verändert. Die Wirtschaft wird zunehmend von Dienstleistungsunternehmen geprägt, die Anzahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe sinkt kontinuierlich, neue Arbeitsformen sind hinzugekommen. Einige der Veränderungsprozesse – insbesondere hinsichtlich der Flexibilisierung betrieblicher Strukturen – führen in der Folge dazu, dass das ASiG in der  betrieblichen Praxis oft nicht ohne weiteres auf die heutigen Gegebenheiten anzuwenden ist.

Dabei zeigen die Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis und aus dem Vollzug unverändert und deutlich, dass eine gute Arbeitsschutzorganisation die Voraussetzung für ein gutes  Arbeitsschutzniveau im Betrieb ist. Diese  LASI­Veröffentlichung hat zum Ziel, auf geltender Rechtslage einen ländereinheitlichen Vollzug zu gewährleisten.

Außerdem wurden die LASI-Veröffentlichungen LV 56 „Bußgeldkatalog zur Arbeitsstättenverordnung“ und LV 60 „Bußgeldkataloge zum Arbeitszeit­, zum Jugendarbeitsschutz­ und zum Mutterschutzrecht“ geändert.

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