Die neue PSA­Verordnung (EU 2016/425) trat am 21. April 2018 in Kraft und ersetzt die bisherige Richtlinie 89/686/EWG. Bis zum 21. April 2019 galt eine einjährige Übergangsfrist. Diese ist nun beendet und sämtliche Änderungen der Verordnung müssen seitdem umgesetzt werden. Persönliche Schutzausrüstungen, die nach 89/686/EWG zertifiziert sind, gelten aber nach wie vor als sicher und müssen nicht ausgetauscht werden. Daher betrifft das Fristende nur Persönliche Schutzausrüstungen, die ab 21. April 2019 neu angeschafft werden.

Die wichtigsten Änderungen der neuen Verordnung:

  • Risikokategorie III, welche Risiken umfasst, die zu schwerwiegenden Folgen wie irreversiblen Gesund- heitsschäden oder Tod führen können, wird um fünf Risiken erweitert: Schnittverletzungen, Hoch- druckstrahl, Verletzungen durch Projektile oder Messerstiche sowie Lärm und Kettensägen. Alle PSA dieser Kategorie müssen strenge Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen.
  • PSA der Kategorie III dürfen nur nach einer Unterweisung benutzt werden.
  • Hersteller müssen die Konformitätserklärungen jedem ihrer PSA-Produkte beilegen oder im Internet veröffentlichen. Bisher mussten Hersteller diese nur „auf Verlangen“ bereitstellen.

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